Was ist "Betreutes Wohnen"?

Das Betreute Wohnen ist ein ambulantes Hilfeangebot für Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung, das von der Lebenshilfe seit 1997 für den Landkreis und seit 2007 für die Stadt Kassel angeboten wird.

Ziel ist es, den Einzelnen Zugänge zur Teilhabe am gesellschaftlichen und selbstbestimmten Leben zu ermöglichen und aktiv zu fördern, unabhängig von der Höhe des individuellen Unterstützungsbedarfs. Inklusion wird dabei nicht als fachspezifischer Modebegriff verstanden, sondern in enger Zusammenarbeit mit den Klienten individuell und kreativ umgesetzt. Dabei sind sie selbst Mieter eigener Wohnungen, was verschiedene Pflichten, aber auch viele Freiheiten mit sich bringt. So können unsere Klienten selbst entscheiden, wo sie leben möchten und wie ihre Tagesplanung aussehen soll.

Bei den im Alltag anfallenden Arbeiten, Aufgaben oder Schwierigkeiten werden die Klienten von pädagogischen Fachkräften unterstützt. Persönliche Termine können entweder in der eigenen Wohnung, in den Räumen der Lebenshilfe oder je nach Anlass auch an anderen Orten (z.B. in der Stadt, bei einem Sportangebot oder an der Arbeitsstelle) stattfinden.

Was ist "Betreutes Wohnen" noch?

Je nach Hilfebedarf unterstützen die pädagogischen Fachkräfte ihre Klienten bei der selbständigen Haushaltsführung und beim Einkaufen, begleiten sie bei Arztbesuchen oder Behördengängen, planen und gestalten aber auch die Freizeit mit ihnen.

Probleme im Arbeitsalltag, in der Partnerschaft und im Wohnumfeld können mit der Fachkraft als Gesprächspartner thematisiert und bearbeitet werden.

Außerdem können weiterführende Hilfen wie z.B. ein Pflegedienst, hauswirtschaftliche oder therapeutische Hilfen vermittelt werden. Betreutes Wohnen findet in der Regel unter der Woche statt, bei Bedarf auch am Wochenende.

Es richtet sich an Menschen, die alleine leben möchten, aber auch an Paare, Familien, Alleinerziehende und Wohngemeinschaften.

Voraussetzungen für das Betreute Wohnen sind:

 

Wie kann ich die Leistungen erhalten?

Wenden Sie sich an die Ansprechpartner der Lebenshilfe Bereich Wohnen und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit uns. Daraufhin wird mit einer Fachkraft ein individueller Hilfeplan erstellt.

Ergänzend dazu müssen Sie Sozialleistungen beantragen und Ihre Unterlagen an die entsprechenden Sozialhilfeträger übersenden. Dabei können wir Sie gern unterstützen.

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) ist in der Regel der Leistungsträger und übernimmt die Kosten des Betreuten Wohnens.

Nachdem Sie entweder vom Amtsarzt des Gesundheitsamtes eingeladen wurden oder ein entsprechendes fachärztliches Gutachten vorgelegt haben, findet eine Hilfeplankonferenz mit dem LWV und weiteren Fachkräften statt.

Dort wird Ihr Hilfeplan besprochen und beraten, welche Unterstützung Sie erhalten. An der Hilfeplankonferenz können Sie auch gerne persönlich teilnehmen.

Bei all diesen Vorbereitungen zu einem selbstbestimmten Leben in einer eigenen Wohnung können Sie natürlich Familienangehörige oder eine gesetzliche Betreuungsperson begleiten.

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